Wer
kennt ihn nicht, einen der abgelatschsteten Spontisprüche der späten 60-er
Jahre des vorigen Jahrhunderts: „Haschu
Haschisch in den Taschen, haschu immer waschu naschen“: Dieses Juwel deutscher
Sprach- und Spruchkultur feiert gerade wieder fröhliche Urständ.
Verbissen
prügeln Überzeugungstäter pro und contra berauschender Tüten munter im
Bundestag aufeinander ein und haben jeder auf seine Art absolut überzeugend
triftige Gründe für und gegen Clubs, in denen indischer Hanf gärtnerisch
kultiviert werden und anschließend benebelnd genossen werden soll, in Tüten,
Keksen und Pfeifen.
Ganz
ehrlich? Mir geht die derzeitige Haschisch-Kabbelei im Bundestag sonstwo vorbei.
Und
andere Chroniker, vor allem MS-Kranke und Schmerzpatienten, können die
aufgeregte Diskussion, ob denn Haschisch legal in die Taschen gelangen und zum zweifelhaften
Naschen verhelfen soll, relativ gelassen
verfolgen. Als Arzneimittel und auf Rezept ist die Droge nämlich seit einigen
Jahren legal.
Hildchen mit 'ner Tüte?
Das ist gut so - und knüpft an Erfahrungen an, die sich auf alte chinesische Kaiser ebenso berufen wie auf die heilkundige und hoffentlich tugendsame Nonne Hildegard von Bingen. Nun ja, Kaiser und Nonnen sind ja irgendwie auch nur Menschen - sie können und dürfen irren. Übrigens haben sie das Rauschkraut nie geraucht, sondern das Zeugs anderweitig verabreicht. Äbtissin Hildchen mit ner Tüte – eine herrliche Vision übrigens.
Das ist gut so - und knüpft an Erfahrungen an, die sich auf alte chinesische Kaiser ebenso berufen wie auf die heilkundige und hoffentlich tugendsame Nonne Hildegard von Bingen. Nun ja, Kaiser und Nonnen sind ja irgendwie auch nur Menschen - sie können und dürfen irren. Übrigens haben sie das Rauschkraut nie geraucht, sondern das Zeugs anderweitig verabreicht. Äbtissin Hildchen mit ner Tüte – eine herrliche Vision übrigens.
Mittlerweile
haben aber auch die skeptischen Schulmediziner des 20. und 21, Jahrhunderts den
vernünftigen Nutzen des indischen Hanfs als wirksame und relativ
nebenwirkungsarme Alternative zu Chemo-Keulen erkannt.
Ob
der Missbrauch eines weiteren
Rauschmittels nach der Gesellschaftsdroge Alkohol und dem Tabak legalisiert
werden sollte - ist mir als chronisch Krankem wie gesagt ziemlich egal.
Wenn
es die Lebensfreude hebt, sich gelegentlich ein Gläschen Wein oder Bier und nach dem
Essen einen kleinen Schnaps zu gönnen und dazu eine Zigarre oder Zigarette zu
rauchen - meinetwegen in geselliger Runde auch Entspannung bei einem Joint zu
suchen - dann ist dagegen wohl nicht viel zu sagen.
Nicht unbedingt übersehen sollten gerade wir als ohnehin gesundheitlich alles andere als heile
Chroniker allerdings die ganz reale Suchtgefahr bei all diesen Genussmitteln.
Ich persönlich verzichte seit Jahren freiwillig auf jegliche Drogen, legale wie (noch) illegale - übrigens habe ich mit dem Aufhören schon zu gesundheitlich stabilen Zeiten angefangen. Ich glaube zwar nicht im Entferntesten fanatisch daran, dass ich deshalb ein paar Minuten, Wochen oder Jahre Lebenszeit durch diesen Verzicht herausschinden kann - ein Verzicht übrigens, der keiner ist, weil mir nichts fehlt. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es mir hier und jetzt besser geht ohne Genussmittel-Missbrauch.
Ich persönlich verzichte seit Jahren freiwillig auf jegliche Drogen, legale wie (noch) illegale - übrigens habe ich mit dem Aufhören schon zu gesundheitlich stabilen Zeiten angefangen. Ich glaube zwar nicht im Entferntesten fanatisch daran, dass ich deshalb ein paar Minuten, Wochen oder Jahre Lebenszeit durch diesen Verzicht herausschinden kann - ein Verzicht übrigens, der keiner ist, weil mir nichts fehlt. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es mir hier und jetzt besser geht ohne Genussmittel-Missbrauch.
Und
ich hoffe, dass ich es nicht aus schwerwiegenden medizinischen Gründen eines Tages
doch noch nötig haben werde, Haschisch in den Taschen zu haben, um noch was zu
naschen zu haben.
Die
begrenzte Freigabe mit medizinischer Indikation war richtig und wichtig. Die
heutige Diskussion um "Cannabis-Clubs" ist nicht überflüssig, aber,
wie der Ober-Arzt der BÄK Montgomery durchaus treffend anmerkte, nicht wirklich
zielführend.
Ganz
ohne Haschisch in den Taschen immer wieder mal was naschend grüßt
Ihr
Norbert Jos Maas
euer Jos
euer Jos
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